
Landgericht Köln: Steuerhinterziehung im großen Stil
Am Landgericht Köln beginnt am Freitag (12.06.) ein Prozess wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Angeklagt sind ein Mann und eine Frau, die über Jahre Getränkelieferungen und Verkäufe verschleiert haben sollen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 10:21
Anklage wegen 28 Fällen von Steuerhinterziehung
Am Landgericht Köln startet am Freitag (12.06.) ein Prozess um einen mutmaßlichen Steuerschaden in Millionenhöhe. Angeklagt sind ein Mann und eine Frau wegen Steuerhinterziehung in 28 Fällen.
Laut Anklage soll der Mann Geschäftsführer eines Getränkegroßhandels gewesen sein. Die Frau soll das Unternehmen geführt und vor allem die kaufmännische Leitung übernommen haben.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden über Jahre Getränkelieferungen und Verkäufe verschleiert haben. Dabei sollen sie unter anderem zwischengeschaltete Firmen und falsche Frachtdokumente genutzt haben. Nach Darstellung der Anklage sollen so Waren im Wert von mehr als 14 Millionen Euro eingekauft und mit einem Bruttoumsatz von knapp 23 Millionen Euro weiterverkauft worden sein. Dabei sollen die Angeklagten unter anderem Umsatzsteuer und Gewerbesteuer hinterzogen haben.
Für das Verfahren am Landgericht Köln sind 15 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird voraussichtlich Anfang September erwartet.