Kerpen: Lokaler Musikmechaniker in der ganzen Welt gefragt

Das musikalische und vor allem technische Know-How eines Kerpeners ist in der ganzen Welt gefragt. Der 79-jährige Gerhard Kern modifiziert und ergänzt herkömmliche Orgeln mit weiteren Instrumenten.

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Er fertigt Sonderwünsche fürOrganisten an

Manche Organisten möchten zusätzlich zu den herkömmlichen Pfeifen, die eine Orgel hat, auch noch Glocken, Schlagwerk oder Gongs bedienen können. Diese entwickelt er dann in seiner Werkstatt entsprechend den Ansprüchen und verschickt sie dann teilweise sogar bis nach Japan. So würden manche seiner Gerätschaften in Orgeln in Tokio und Kyoto eingebaut. Für diese Arbeiten gibt es auch professionelle Firmen auf dem Markt. Laut eigener Aussage greifen aber viele Organisten gerne auf seine Arbeit zurück, weil sie vielleicht etwas ausgefallener ist.

Expertise durch jahrelange Erfahrung

Gerhard Kern ist Sozialarbeiter im Ruhestand und kein gelernter Orgel- oder Instrumentenbauer. Alles, was er zu der Thematik weiß, hat er sich selbst beigebracht und hat sich durch jahrelange Erfahrung und rumexperimentieren eine kleine Nische geschaffen. Denn ursprünglich fing alles damit an, dass er selbstspielende Musikautomaten gebaut hat. Hier hat er verschiedene Instrumente so umgebaut, dass sie nur mithilfe eins PCS selbstständig spielen können. Das Tüfteln und Konstruieren stellt für ihn dabei vor allem ein Hobby dar.

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