
Neuer Wohnraum an drei Standorten
Das historische Rathaus am Bedburger Marktplatz soll saniert und mit neuem Leben gefüllt werden. Der Rat der Stadt Bedburg hat dem Konzept „Drei Projekte - ein Konzept“ jetzt zugestimmt. Vorgesehen ist eine denkmalgerechte Kernsanierung, bei der historische Elemente wie Fachwerk, die alte Eingangstreppe und Teile des Mauerwerks erhalten und freigelegt werden. Das Gebäude soll nicht nur erhalten, sondern für die Bedburger neu geöffnet werden, sagt Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach.
Im Erdgeschoss sind ein Café oder Restaurant mit Blick auf Erft und Schloss geplant und Büros für die Stadt.
Außerdem soll dort eine Begegnungsstätte für die Nachfahren der jüdischen Familie Franken entstehen, der das Gebäude bis kurz nach der Reichspogromnacht 1938 gehört hat. Geplant ist außerdem ein neuer öffentlicher Weg und zwar vom Marktplatz zum Schloss, über einen neuen Durchgang und eine neue Brücke über die Erft. Und im Obergeschossen des Rathauses sollen mehrere hochwertige Wohnungen entstehen.
Zu dem Projekt gehören auch noch weitere Wohnprojekte – so sollen auf dem Grundstück der ehemaligen Schule drei Gebäude mit 16 barrierefreien Wohneinheiten entstehen. Außerdem ist eine Tiefgarage mit E-Ladevorrichtungen und zusätzliche Stellplätze vorgesehen. Und auf dem Grundstück der Neuapostolischen Kirche ist ein Neubau mit zehn Wohnungen sowie einer Tiefgarage und öffentlich zugänglichen Parkmöglichkeiten. Damit soll die Parksituation vor Ort nachhaltig entlastet werden, heißt es von der stadt.
Durch das Vorhaben "Drei Projekte – ein Konzept“ entstehen rund 30 neue Wohneinheiten in gefragten Größen, verteilt auf drei Standorte. Für Bedburg bedeutet dies die Wiederbelebung ortsprägender Gebäude und eine neue attraktive Verbindung zwischen Marktplatz und Schloss, heißt es von der Stadt.

