
Frechen: Diskussionen um Erhöhung der Grundsteuer B
In Frechen steigt die Grundsteuer B rückwirkend um rund 25 Prozent. Der Stadtrat hat den Hebesatz von 519 auf 650 Punkte angehoben. Allerdings gibt es Widerstang gegen die Entscheidung, bislang haben rund 2.000 Unterstützer eine Online-Petition unterschrieben.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.06.2026 12:18
Petition gegen höheren Hebesatz in Frechen
In Frechen soll die Grundsteuer B rückwirkend deutlich steigen. Der Stadtrat hat beschlossen, den Hebesatz von 519 auf 650 Punkte anzuheben. Das entspricht einem Plus von rund 25 Prozent.
Gegen die Erhöhung regt sich Widerstand. Rund 2.000 Menschen aus Frechen unterstützen aktuell eine Online-Petition. Darin wird gefordert, dass der Ratsbeschluss zurückgenommen wird.
CDU, SPD und die Perspektive für Frechen verteidigen die Entscheidung. Nach Angaben der Politiker soll das zusätzliche Geld nicht in neue Projekte fließen. Es gehe darum, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt Frechen zu sichern und das Millionendefizit nicht weiter anwachsen zu lassen.
Den Fraktionen zufolge ist ihnen bewusst, dass Eigentümer und Mieter durch die höhere Grundsteuer B belastet werden. Ein Verzicht auf die zusätzlichen Einnahmen hätte aus ihrer Sicht aber massive Folgen. Vor allem in den Bereichen Schulen, Kitas, Sport, Kultur und Vereine müsste es dann Einschränkungen geben.
Außerdem argumentieren die Politiker, dass Kritiker der Steuererhöhung auch sagen müssten, wo die fehlenden Millionen sonst eingespart oder eingenommen werden sollen.