
Café in Köln-Mülheim als Treffpunkt der mutmaßlichen Bande
Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Waffen- und Drogenhändler sind am Donnerstag (8. Oktober) in Deutschland und Spanien zehn Verdächtige festgenommen worden. Das haben das Bundeskriminalamt und die Kölner Polizei einen Tag nach den Einsätzen bekanntgegeben. Die Ermittler gehen von einem Netzwerk aus, das vor allem illegal produzierte Schusswaffen aus der Türkei nach Deutschland geschmuggelt haben soll.
Der Vertrieb lief offenbar über türkische Cafés und Shisha-Bars im Großraum Köln. Eine Spur führt zu einem Café in Kölner Stadteil Mülheim, das der zentrale Treffpunkt der mutmaßlichen Bande gewesen sein soll. Dort wurden laut Polizei Verkaufsgespräche geführt und die Waffen übergeben. Eine Waffe soll rund 3.000 Euro gekostet haben. Auch Cannabis und Kokain wurden dort verkauft. Die Stadt hat das Café inzwischen geschlossen. Durchsuchungen gab es in Köln, Wipperfürth, Erftstadt und Sinzig. Dabei sind 15 Schusswaffen und 2.800 Euro Falschgeld sichergestellt worden.