
Nach dem mutmaßlichen Sabotageangriff auf das Umspannwerk in Bergheim-Rheidt dauert es länger als zunächst erwartet, bis wieder alle betroffenen Kraftwerksblöcke laufen. Drei der fünf betroffenen Blöcke sind inzwischen wieder am Netz. Zwei Blöcke in Niederaußem bleiben aber vorerst abgeschaltet. RWE rechnet damit, dass Block G am Wochenende wieder startet. Block K soll nach derzeitiger Planung erst am Dienstag (8.9.) wieder in Betrieb gehen. Eigentlich hatte das Unternehmen mit einer schnelleren Wiederinbetriebnahme gerechnet. Laut RWE sind nun aber zusätzliche Prüfungen nötig.
Landtag soll sich mit Angriff beschäftigen
Der Angriff beschäftigt inzwischen auch die Politik. Im Landtag soll in der kommenden Woche über einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur beraten werden. Die Ermittler gehen währenddessen weiter von Sabotage aus, wer hinter dem Angriff steckt, ist aber noch unklar. Laut Brandenburgs Innenminister Redmann verdichten sich aber wohl die Anzeichen, dass der Sabotageakt in Bergheim und der in Brandenburg Teil eines koordinierten Angriffs auf die Energieversorgung in Deutschland seien. In Brandenburg prüfen die Ermittler aktuell außerdem ein Bekennerschreiben im Zusammenhang mit dem Angriff.