
Ermittlungen zu möglicher Ursache laufen
Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim-Rheidt deutet vieles auf eine vorsätzliche Tat hin. Laut NRW-Innenminister Herbert Reul habe es sich nicht um einen technischen Defekt, sondern um eine vorsätzliche Straftat gehandelt. Nach Angaben von Reul gibt es einen Anfangsverdacht auf verfassungsfeindliche Sabotage. Geprüft werde in zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus. Beides könne derzeit nicht ausgeschlossen werden. Zudem sagte Reul, die Ermittler stünden in engem Austausch mit den Behörden in Brandenburg. Jetzt müsse der Vorfall in Bergheim aber zunächst weiter aufgeklärt werden.
Störung am Umspannwerk am Dienstagabend
Die Polizei war am Dienstagabend (01. September) gegen 20.00 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk in Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion. Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen.
Kraftwerke in Niederaußem und Neurath betroffen
Wegen des Vorfalls im Umspannwerk in Rheidt kam es auch zu Störungen in den RWE-Kraftwerken in Niederaußem und Neurath. Mehrere Blöcke mussten heruntergefahren und vom Netz genommen werden. Die ersten Anlagen seien aber schon wieder in Betrieb, heißt es von RWE. Die restlichen Blöcke sollen so nach und nach folgen.