
Rhein-Erft-Kreis zieht Lehren aus Waldbrand
Mitte August waren insgesamt 335 Einsatzkräfte aus dem Rhein-Erft-Kreis im Hürtgenwald im Einsatz. Dort brannten rund 300 Hektar Waldfläche unter extrem schwierigen Bedingungen wie Hitze und wechselnden Winden. Die Arbeit wurde durch schwer zugängliche Wege und alte Kampfmittel im Boden zusätzlich erschwert. Ein besonderer Schwerpunkt für unsere Einheiten lag nach Angaben des Kreises auf dem Schutz der Ortschaft Gey und einer dortigen Flüchtlingsunterkunft. Landrat Frank Rock dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und betonte die gute Zusammenarbeit vor Ort. Laut den vorliegenden Informationen hat die Unterstützung durch die regionalen Kräfte reibungslos funktioniert.
Auch im Rhein-Erft-Kreis selbst hat die Zahl der Naturbrände in diesem Jahr massiv zugenommen. Mit rund hundert Einsätzen bei Feld- und Waldbränden wurde der Wert des Vorjahres von knapp 40 Einsätzen bereits deutlich überschritten. Als Konsequenz erarbeitet der Kreis nun neue, kreisweite Einsatzpläne zur Löschwasserversorgung und Vegetationsbrandbekämpfung. Dabei sollen die wertvollen Erfahrungen aus dem Großeinsatz im Hürtgenwald direkt in die Planung einfließen. Zudem bereitet die Verwaltung zusätzliche Ausbildungsangebote an der Kreisfeuerwehrschule vor. Ziel ist es, die Einsatzkräfte noch besser auf die steigende Zahl von Flächenbränden vorzubereiten.

