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Hambacher Forst: Reaktionen auf Unfall

NRW-Innenminister Reul wirft einigen Baumbesetzern im Hambacher Forst vor, den vorübergehenden Räumungsstopp nach dem tödlichen Unfall zu missbrauchen. Einige Aktivisten nutzen demnach die Zeit, um neue Häuser zu bauen.


Außerdem sind Rettungswege wieder mit Barrikaden zuversperren. Die Polizei werde sich aber trotzdem bis auf weiteres zurückhalten, damit man sie nicht als Unruhestifter bezeichnen könne, so der Minister.

Wie lange die Räumung der verbliebenen Baumhäuser noch auf Eis liegt, ist immer noch offen.

Einen Tag nach dem tragischen Unglück im Hambacher Forst hat sich jetzt auch der Energiekonzern RWE geäußert.

Man sei erschüttert und bedauere diesen Unfall zutiefst, heißt es, insbesondere die Mitarbeiter des Tagebaus Hambach seien tief betroffen. Voranstandschef Schmitz sprach den Angehörigen und Freunden des toten Journalisten im Namen aller Mitgefühl aus.

Außerdem appelliert RWE an die Besonnenheit aller Beteiligten, sich nicht mehr in derartige Gefahrensituationen zu begeben.

Das unterstützt auch Polizeisprecher Paul Kemen, wenn die Räumung, die aktuell auf Eis liegt, weitergeht. Er fordert die Aktivisten auf, dann keinen Widerstand zu leisten und den Anweisungen der Polzei beim Verlassen der Baumhäuser zu folgen.

Mittwochnachmittag war der junge Blogger durch eine Hängebrücke zwischen zwei Baumhäusern in 15 Metern Höhe gebrochen und kurz danach an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Er hatte die Umweltaktivisten in den Baumhäusern seit längerem journalistisch begleitet.

- Nachricht vom 20.09.2018, DomB/CAF - 


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