Zweitägiger Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr
Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 10:48
Freitag und Samstag fahren keine KVB-Bahnen, weil die Mitarbeiter streiken. Diesmal ist auch die Rhein-Erft Verkehrsgesellschaft betroffen.
Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen
Wer am Freitag und Samstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Region unterwegs ist, muss sich auf Ausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Die Kölner Verkehrsbetriebe werden nach eigenen Angaben wieder massiv betroffen sein: Es fahren keine Stadtbahnen – auch nicht die Linien 16 und 18 nach Bonn. Busse sind nur dann unterwegs, wenn sie von Subunternehmen gefahren werden, alle Infos dazu sollen so bald wie möglich in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt und als Fahrplan-Tabelle auf der KVB-Website veröffentlicht werden. Von dem Warnstreik ist diesmal auch die Rhein-Erft Verkehrsgesellschaft betroffen. Die Busse bleiben Freitag und Samstag größtenteils in den Depots. Nur die Fahrten, die durch Subunternehmen durchgeführt werden, können stattfinden. Die REVG will versuchen, wenigstens die Fahrten im Schülerverkehr und im Berufsverkehr aufrechtzuerhalten. Der Streik geht von Freitagfrüh 3 Uhr bis Sonntagfrüh. Die Verkehre der Bahnunternehmen sind nicht betroffen, Regionalzüge und S-Bahnen fahren also ganz normal.
Laut Verdi sind in ganz NRW von den Arbeitsniederlegungen mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten betroffen. Die Gewerkschaft will den Arbeitgebern vor der nächsten Tarifrunde Anfang März noch mal Druck machen. Verdi fordert deutliche Verbesserungen für Beschäftigte, unter anderem zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und eine längere Ruhezeit zwischen zwei Schichten. Außerdem einen höheren Zuschlag für Sonntagsarbeit und deutlich mehr Investitionen in Infrastruktur und Personal, um die Mitarbeiter zu entlasten. Aus Sicht der Arbeitgeber sind Verdis Forderungen nicht realisierbar. Die Gewerkschaft ignoriere die schlechte Finanzlage der kommunalen Nahverkehrsunternehmen, heißt es vom Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen.

