
Zerstückelter Ehemann - lebenslange Haft
Im Prozess um eine zerstückelte Leiche hat das Landgericht Köln eine Bergheimerin wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihr früherer Geliebter erhielt wegen Beihilfe zum Mord eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.10.2019 09:11
Laut Urteil hatte die 38-jährig ihren damaligen Ehemann mit einer Vielzahl an Messerstichen in den Oberkörper getötet. Anschließend half der Mitangeklagte ihr beim Zerteilen der Leiche im Badezimmer. Dann versenkten beide die Leichenteile in der Maas in Belgien. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Im Prozess hatte sich die Angeklagte auf Notwehr berufen, weil sie von ihrem Ehemann mehrfach misshandelt worden wa und Zeugen beschrieben ihn auch als aufbrausend, brutal und frauenfeindlich. Der Richter sagte aber, dass die Frau bei ihrer Tat nicht aus Notwehr gehandelt habe. Die Messerstiche seien ganz gleichmäßig gewesen und die Entsorgung der Leiche sei wohlüberlegt gewesen. In dem spektakulären Mordfall aus dem Jahr 2008 hatte die Polizei lange Zeit im Dunklen getappt. Erst ein Zeugenaufruf bezüglich einer Tätowierung auf der Schulter des Opfers in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» im vergangenen Jahr führte die Ermittler auf die Spur der Angeklagten.