Wozu haben wir bei WhatsApp eigentlich zugestimmt?

WhatsApp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien zum 08. Februar 2021. In den letzten Stunden haben schon viele von Euch eine entsprechende Benachrichtigung in der App angezeigt bekommen - und auf "Zustimmen" geklickt. Doch zu was genau habt Ihr da eigentlich gerade zugestimmt?

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Die größten Veränderungen lassen sich grob in diesen Punkten zusammenfassen:

  1. Der Messenger möchte seine Nutzer in Zukunft proaktiv über Änderungen und Updates informieren. Damit die App Meldungen auf den Handys pushen darf, wird dazu die Erlaubnis eingeholt.
  2. Der Messenger kann auf Geräten mit älteren Betriebssystemen zukünftig eingeschränkt oder gar nicht mehr genutzt werden. Die App benötigt das Android-Betriebssystem Version 4.0.3 oder höher und iPhones mindestens iOS 9, um zu funktionieren
  3. WhatsApp-Nutzer teilen zukünftig Ihre Daten mit dem Mutterkonzern Facebook, unabhängig davon, ob sie da ein Konto haben oder nicht. Dabei geht es allerdings nicht um die Chat-Inhalte: WhatsApp-Nachrichten sind sicher verschlüsselt und können in der Regel nicht mitgelesen werden. Gemeint sind damit hauptsächlich die sogenannten "Meta-Daten", die für ein Unternehmen wie Facebook wichtige Informationen darstellen. Diese beinhalten beispielsweise Informationen über das Freunde-Netzwerk einer Person. Laut den Nutzungsbedingungen möchte Facebook diese Daten sammeln, um "zu verstehe, wie die eigenen Dienste genutzt werden". Facebook möchte dadurch die "Dienste verbessern", den Nutzern "Vorschläge machen" und "Funktionen und Inhalte personalisieren".

Die Zustimmung zu den neuen Richtlinien könnt Ihr jederzeit widerrufen und das Unternehmen auffordern Eure Daten zu löschen. Allerdings ist dann auch die Nutzung des Messengers nicht mehr möglich. Solltet Ihr den neuen Bedingungen bis zum 08. Februar nicht zugestimmt haben, könnt Ihr den Dienst ebenfalls nicht mehr nutzen.

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