Wir duschen später und verbrauchen mehr Strom zu Hause

Im Zuge von Corona sind viele hier in der Region ins Homeoffice gegangen – das merken auch die Versorger. Der Verbrauch bei Wasser und Strom hat sich verschoben. Mit weiteren Lockerungen normalisiert sich das in Teilen bereits wieder.

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Die RheinEnergie hat festgestellt, dass vor allem die Pendler morgens Zeit gewonnen haben. Sie duschen im Schnitt fast zwei Stunden später als gewohnt – denn der Wasserverbrauch geht erst um halb zehn statt um halb acht hoch. So beobachten es auch die Stadtwerke Wesseling. Die höchsten Abgabemengen in Wesseling fallen in den Morgenstunden normaler Weise zwischen 07:00 und 07:30 Uhr an. Anfang April, also in Zeiten mit hohen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, war der Spitzenbedarf jedoch erst gegen 10:00 - 11:00 Uhr festzustellen. Mittlerweile wird das Spitzenniveau morgens gegen 08:00 – 09:00 Uhr erreicht.

In Hürth hat sich nach Angaben der Stadtwerke die Spitze der Wasserverbräuche nur unwesentlich verschoben, und zwar um etwa 30 Minuten nach hinten. Allerdings wird jahreszeitenbedingt abends viel Wasser verbraucht: die Hürther wässern dann ihren Garten oder füllen das Planschbecken, Landwirte bewässern ihre Felder.

Stromverbrauch hat sich ebenfalls verschoben

Beim Strom bemerkt zum Beispiel Westnetz, dass Gewerbe und Industrie eingeschränkt gearbeitet haben – hier sank der Stromverbrauch teilweise um ein Viertel. Dementsprechend gab es den gegenläufigen Trend bei den Privathaushalten: wegen der Ausgangsbeschränkungen und dem Homeoffice stieg der Stromverbrauch um zehn Prozent. Westnetz beobachtet aktuell, dass sich der Verbrauch normalisiert. Heißt: die Haushalte verbrauchen wieder weniger, Gewerbe und Industrie wieder mehr Strom.

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