
Fußball-Bundesliga
Frankfurt (dpa) - Noah Atubolu hat dem SC Freiburg beim schnellen Wiedersehen mit seinem Ex-Club die Rückeroberung der Tabellenspitze vermasselt. Auch dank seiner Paraden erkämpfte sich Eintracht Frankfurt ein 2:2 (2:1) gegen die stark in diese Bundesliga-Saison gestarteten Breisgauer.
Zweimal gingen die Hausherren vor 60.100 Zuschauern durch Younes Ebnoutalib (10. Minute) und Jonathan Burkardt (36.) in Führung, zweimal glich der SC durch Derry Scherhant (34.) und Yuito Suzuki (48.) aus. Für die Freiburger war es nach drei Siegen zum Auftakt das erste Unentschieden in dieser noch jungen Spielzeit.
Atubolu besteht Wiedersehen mit Ex-Club
Erst unmittelbar vor dem Ende der Wechselfrist hatte Atubolu nach einer für ihn turbulenten Sommer-Transferphase den Club gewechselt. Der Torhüter wollte nach England, schien sich bei der Suche nach einem neuen Verein zwischenzeitlich verzockt zu haben und landete schließlich bei der Eintracht. Nach seiner Nominierung durch Bundestrainer Jürgen Klopp für die bevorstehenden Duelle der DFB-Elf krönte der 24-Jährige nun einen ereignisreichen ersten Saisonblock vor der Länderspielpause mit einer guten Leistung gegen seinen Ausbildungsverein.
Eintracht-Coach Adi Hütter wollte von seinen Schützlingen für den anvisierten ersten Heimsieg seit seiner Rückkehr an den Main Geschwindigkeit im Spiel nach vorn sehen. «Dann haben wir die Qualität, dem Gegner wehtun zu können», hatte der 56-Jährige erklärt und auf die «ganz klaren Abläufe» im SC-Spiel verwiesen. «Es ist eine laufstarke Mannschaft, schwer zu knacken, wenn wir zu langsam spielen.»
Plan umgesetzt
Die Eintracht setzte den Plan ihres Trainers um. Denn Schnelligkeit war der Schlüssel zur Führung. Über Burkardt und Ritsu Doan gelangte der Ball zu Ebnoutalib. Beflügelt von der erstmaligen DFB-Berufung schob der 23-Jährige ohne große Mühe zu seinem vierten Saisontreffer ein. Mehr Treffer hatten für Frankfurt zu diesem Saisonzeitpunkt nur die Clublegenden Bernd Hölzenbein in der Saison 1976/77 und Anthony Yeboah in der Spielzeit 1993/94 erzielt.
Atubolu musste immer wieder bei hohen Bällen eingreifen und geriet zudem in der 23. Minute unter Druck, als er nach einem Standard gegen SC-Kapitän Maximilian Eggestein rettete. Wenig später war er gegen Jan-Niklas Beste zur Stelle (30.).
Scherhant dreht auf
Freiburg hatte zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Ballbesitz, machte daraus aber lange wenig. Das änderte sich mit Scherhants Schlenzer. Kurz darauf behielt Burkardt im Strafraum die Übersicht und brachte die Hessen wieder in Front. In einer turbulenten Phase vor der Pause verpasste Scherhant per Freistoß an den Pfosten noch die rasche Antwort. Atubolu war bei diesem Versuch noch mit den Fingerspitzen dran (45.).
Kurz nach dem Seitenwechsel war der Schlussmann jedoch machtlos: Flankengeber Scherhant wurde nicht angegriffen und fand den heranrauschenden Suzuki. Scherhant blieb der gefährlichste Mann auf dem Feld, verpasste aber seinen zweiten Treffer knapp (55.). Aber auch die Eintracht suchte weiter den Weg zum gegnerischen Tor: Burkardt und zweimal Can Uzun vergaben binnen weniger Minuten die Chance auf den zweiten Sieg in Serie (65./69.).


