
Wesseling: Zu wenig Betreuungsplätze für hunderte Kinder
In Wesseling werden gut 300 Kindergartenplätze mehr gebraucht als bislang gedacht. Deshalb sollen schnellstmöglich zwei Kitas in mobiler Bauweise in Mitte an der Wilhelm-Rieländer-Straße und im Umfeld der Rheinschule in Urfeld entstehen. Das hat der Jugendhilfeausschuss in einer Sondersitzung beschlossen.
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Nach Angaben der Stadt könnten hier in jeweils sechs Gruppen insgesamt rund 220 Kinder betreut werden. Die Kita in Mitte soll im Laufe des nächsten Kindergartenjahres fertig sein, die in Urfeld wohl frühestens Ende nächsten Jahres. Mit diesen Sofort- und mittelfristigen Maßnahmen soll ein Engpass bei den Kita-Plätzen aufgefangen werden. Der Hauptausschuss tagt am 17. März und hat dann das letzte Wort. Die Kita in mobiler Bauweise soll die „Vorläufereinrichtung“ für die neue Kita in Urfeld sein. Auch über diese Nutzung hinaus soll sie laut Vorschlag der Verwaltung mindestens zwei und bis zu vier Jahre in Betrieb bleiben, damit sie auch bei weiteren Kita-Neubauten einmal als Ausweichquartier dienen kann.
Grund sind die aktuellen Zahlen, bislang hatte die Stadt mit Informationen aus 2018 gerechnet. Nach derzeitigem Stand ergibt sich für die kommenden Jahre ein Gesamtbedarf von bis zu vier weiteren Kitas mit jeweils sechs Gruppen. Diese vier sind die bereits bekannten geplanten Kitas am Gartenhallenbad und in der Moselstraße, die nun voranzutreibende in Urfeld und eine weitere in Keldenich. Die Realisierung der Einrichtung in Keldenich wäre für den Zeitraum ab 2024 anzustreben. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Wesseling die Kitas KinderReich am Eichholzer Acker und an der Mainstraße erweitert. Insgesamt wurden, unter anderem dort, 150 neue Plätze geschaffen. Die Plan-Szenarios aus dem Jahr 2018 prognostizierten, dass diese neuen Plätze den Bedarf nicht nur decken, sondern sogar um 40 Plätze für Kinder über drei Jahren überversorgen würden. In der Realität zeigt sich aber, dass unter anderem durch die Neubaugebiete etwa 160 Plätze für Kinder unter 3, und etwa 130 Plätze für Kinder über drei mehr gebraucht werden.
„Die Verwaltung zieht daraus den Schluss, dass angesichts der rasanten Bedarfsentwicklung das Controlling engmaschiger sein muss als ausschließlich zur Planung des jeweils kommenden Kita-Jahres. Das werden wir in Zukunft so beherzigen und umsetzen," kommentiert Bürgermeister Erwin Esser.