
Weiberfastnacht: Erst ruhig, dann viel Ärger
Ruhiger Start, heftige Nacht. So lässt sich das Zwischenfazit der Einsatzkräfte zu Weiberfastnacht zusammenfassen. Nach dem für Polizei und Co, lange wenig zu tun war, meldete die Kölner Polizei am Donnerstagabend viele Einsätze wegen Schlägereien und Streitigkeiten.
Veröffentlicht: Freitag, 21.02.2020 05:43
Es gab Dutzende Ingewahrsamnahmen und Festnahmen. Auch mehrere sexuelle Übergriffe soll es gegeben haben. Heribert Büth vom Ordnungsamt der Stadt Köln sagte, der Start in den Straßenkarneval sei nur am Anfang ungewöhnlich ruhig gewesen. Danach gab es zahlreiche Schlägereien unter Betrunkenen. Dabei soll es sich vor allem um jüngere Menschen gehandelt haben. Viel Arbeit hatten auch Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Polizei im Rhein-Erft-Kreis war auch unterwegs, allerdings gab es insgesamt nicht mehr Einsätze, als in den letzten Jahren.
Tödlicher Unfall in Ehrenfeld
Überschattet wurde das Feiern durch einen tödlichen Unfall am Bahnhof in Köln-Ehrenfeld. Am Donnerstagabend war dort eine Frau ins Gleis gestürzt und von einem Zug überrollt worden. Zeugen berichteten, dass die 29-Jährige vor dem tödlichen Unfall torkelnd in die Gleise gefallen sei, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Ob die Frau an Weiberfastnacht selbst Karneval gefeiert hatte, war zunächst unklar. Bei einer Obduktion sollte auch geklärt werden, ob sie unter Alkoholeinfluss stand. Wegen des Notarzteinsatzes im Gleis fielen am Abend zahlreiche Regionalzüge aus.
Taxi kracht in Streifenwagen
Im Karnevalsgeschehen ist in Köln ein Taxi mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei kollidiert. Drei Menschen wurden bei dem Unfall an der Kreuzung Innere Kanalstraße/Venloer Straße in der Nacht leicht verletzt, heißt es von der Polizei. Der Streifenwagen sei mit Martinshorn und Blaulicht in einer Kolonne mit zwei weiteren Fahrzeugen zu einem Karnevalseinsatz unterwegs gewesen. Nachdem der Taxifahrer die ersten zwei Fahrzeuge passieren ließ, habe er den Wagen gewendet und sei in das dritte Auto gekracht. Durch den Zusammenstoß wurden nach Angaben der Polizei zwei Beamte im Alter von 27 und 38 Jahren sowie eine 32 Jahre alte Mitfahrerin des Taxis leicht verletzt.