Wahlkampf: Parteien bereiten sich vor

Viel Abstand und umfangreiche Hygieneregeln – den Parteien im Rhein-Erft-Kreis steht in Corona-Zeiten ein besonderer Wahlkampf bevor.

Der Kreis hat jetzt die Regeln veröffentlicht, unter denen Veranstaltungen stattfinden dürfen.

Für die Parteien beutet das deutlich mehr Aufwand. Zum Beispiel müssten größere Hallen angemietet werden, um den Abstand einhalten zu können, heißt es von der Kreis SPD. Diese zusätzlichen entstehenden Kosten solle das Land NRW zahlen und nicht auf die Kommunen abwälzen, so die SPD. Bei der Kreis-CDU setzt man auf Videokonferenzen. Und alle noch ausstehenden sechs Aufstellungsveranstaltungen sollen jetzt auf dem Gelände der REVG in Kerpen durchgeführt werden, heißt es. Die Linke trifft sich am 11. Juni und will dafür in eine große Dreifachturnhalle ausweichen. Die Kreis FDP trifft sich in der Erfthalle in Kerpen und setzt ansonsten im Wahlkampf noch mehr auf soziale Medien. Ähnlich sieht es bei den Grünen im Kreis aus. Dort sollen nur zwingend notwendige Versammlungen stattfinden – alles andere soll digital abgehalten werden. Ob es klassische Wahlkampfstände auf den Straßen geben kann, wird aktuell noch geprüft.

Kommunalwahl ist möglich

Insgesamt halten die meisten Parteien im Kreis die Kommunalwahl auch in Coronazeiten für möglich. die Vorgaben seien umsetzbar, so lange die Fallzahlen nicht wieder ansteigen. Allein die Piraten sind gegen die Durchführung der Wahl am 13. September. Sie halten die Aufstellungsveranstaltungen unter den jetzt geltenden Regeln für nicht durchführbar und haben Beschwerde beim Landeswahlleiter eingereicht. Sie wollen damit eine Verschiebung der Kommunalwahl erreichen.

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