
Viereinhalb Jahre Haft für Hürther Fahrer gefordert
Im Prozess um den schweren Unfall mit einer Hürther Grundschulklasse fordert die Staatsanwaltschaft viereinhalb Jahre Haft für den Angeklagten. Das Urteil vor dem Kölner Landgericht soll am Freitagmittag fallen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.07.2026 06:26
Staatsanwaltschaft fordert Haft nach Unfall in Hürth
Im Prozess um den tödlichen Unfall mit Grundschülern in Hürth hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren für den Angeklagten gefordert. Die Verteidigung plädierte hingegen in ihrem gestrigen Vortrag vor dem Kölner Landgericht für eine milde Strafe. Neben der Haftstrafe steht für den 21-jährigen Autofahrer auch der Entzug des Führerscheins für längere Zeit im Raum. Der junge Mann ist bereits vorbestraft, unter anderem wegen eines früheren Verkehrsdeliktes. Das Gericht will seine Entscheidung in dem Fall voraussichtlich Freitagmittag verkünden.
Rückblick auf das Unglück in Hürth Der folgenschwere Unfall ereignete sich vor rund einem Jahr auf der Frechener Straße in Hürth. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der junge Autofahrer damals bei Rot über eine Ampel gefahren und in eine Grundschulklasse geraten sein. Bei dem Unglück kamen eine Schülerin und ein Schulbegleiter ums Leben. Der Vorfall hatte weit über die Stadtgrenzen von Hürth hinaus für Bestürzung gesorgt.