
Unfall-Drama in Hürth: Heute Plädoyers vor Gericht
Im Prozess um den tödlichen Unfall mit einer Schülergruppe in Hürth werden am Mittwochmorgen die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung erwartet. Bei dem Unglück im Juni 2025 kamen ein zehnjähriges Mädchen und ihr 25-jähriger Schulbegleiter ums Leben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2026 06:02
Tod von Avin und Louis Paolo: Plädoyers in Hürth-Prozess
Vor dem Landgericht Köln stehen Mittwoch ab 9:30 Uhr die Plädoyers im Fall des tödlichen Unfalls in Hürth an. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung werden ihre abschließenden Forderungen für das Urteil gegen den 21-jährigen Angeklagten vortragen. Der junge Mann muss sich bereits seit gut einem Monat wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Anfang Juni 2025 mit seinem Auto auf der Frechener Straße in eine Gruppe von Grundschulkindern gefahren zu sein. Dabei starben die zehnjährige Avin und der Schulbegleiter Louis Paolo, während zwei weitere Kinder leicht verletzt wurden. Da der Angeklagte bereits polizeibekannt ist, droht ihm im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.
Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage nach der Ampelschaltung zum Zeitpunkt des schweren Unglücks. Laut einem Gutachten war die Ampel bereits seit vier Sekunden rot, als der Wagen die Kinder erfasste, die die Straße bei Grün und in Warnwesten bekleidet überquerten. Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn hingegen behauptet, er habe die Kreuzung noch bei Gelb passieren wollen. Weitere Untersuchungen ergaben, dass der Fahrer weder zu schnell unterwegs war, noch unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Auch ein technisches Versagen am Fahrzeug konnte durch den Gutachter ausgeschlossen werden.