
Ukraine-Krieg: Wie erklär ich's den Kids?
Seit dem Beginn des Krieges bekommen wir jeden Tag die Nachrichten aus der Ukraine in verschiedensten Portionen präsentiert – immer und immer wieder. Am Krieg in den Nachrichten kommen wir Erwachsenen nicht vorbei, aber auch nicht die Kinder. Wie sollten wir mit den Kleinsten drüber sprechen? Welche Angebote gibt es?
Veröffentlicht: Freitag, 25.03.2022 09:42
Wenn unsere Kinder Fragen zum Krieg oder zur Flucht aus der Ukraine haben, dann sollten wir diese ehrlich, sachlich und vor allem einfach erklären. Das rät zum Beispiel das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bei sich auf der Internetseite in einem längeren Infotext. Was aber auch wichtig sei: Kindern müssten Sicherheit und Lösungsansätze präsentiert werden, um mit Sorgen, Nöten und Ängsten besser umgehen zu können. Die Stadt Erftstadt teilte uns auf Anfrage mit, dass es im Moment immer wieder Anfragen zu genau diesen Themen beim Jugendamt gäbe. Dann verweise man zum Beispiel auf Kindernachrichten wie "Logo" oder "Die Sendung mit der Maus". In Sachen „Erstinformation für Kriegsvertriebene und ihren Angehörigen aus der Ukraine sowie für Helferinnen und Helfer“ stellt die Stadt auf der Homepage ein FAQ mit allen Infos bereit.
Ein ähnliches Infoangebot über Unterstützung, Hilfestellen etc. stellen gerade auch die Städte Brühl, die Stadt Kerpen, die Stadt Pulheim, die Stadt Hürth, Stadt Wesseling, Elsdorf bei sich im Netz bereit.
Die VHS in Erftstadt hat zum Beispiel im März verschiedene Vorträge angeboten, um mehr über die Konflikte zwischen der Ukraine und Russland zu Erfahrungen. Diese heißen oder hießen dann zum Beispiel: "Die Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen" oder "Der Krieg in der Ukraine und die Rolle Chinas".
Hilfe auch in der Schule
Das Thema Krieg und Ukraine ist nicht nur zu Hause, sondern auch in den Schulen ein großes Gesprächsthema. Heißt also auch für die Lehrer: Umgehen mit Fragen. Umgehen und Einordnen von verschiedenen Szenarien. Deshalb bekommen auch Lehrerinnen und Lehrer viele Tipps und Tricks an die Hand, zum Beispiel auf der Seite des NRW-Schulministerium: Umgang mit den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges an den Schulen in NRW.
Darüber hinaus gibt es weitere Unterstützung: "Empfehlungen für Eltern und Lehrkräfte im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Zeiten von Sorge um Bedrohung durch Krieg". Eltern und Lehrkräfte stünden gerade vor der schwierigen Herausforderung, wie sie mit Kindern und Jugendlichen über das Geschehene sprechen sollen. Dazu gibt es Hilfe von der Schulpsychologie NRW.
Tipps von UNICEF
Fünf Tipps gibt es auf der Seite der UNICEF, wie wir die Themen Krieg, Ukraine und Russland ansprechen mit und mit den Kids verarbeiten sollten. Eine Experten nennt folgende Punkte:
Tipp 1: Ehrlich reden und keinen Platz für Phantasien lassen
Tipp 2: Die richtigen Worte finden
Tipp 3: Kindern Sicherheit und Orientierung vermitteln
Tipp 4: Hoffnung machen
Tipp 5: Nicht pauschalisieren!