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Tod durch Glukose-Lösung: Säugling wurde obduziert
© Polizei
Symbolbild Polizist in der Leitstelle
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Tod durch Glukose-Lösung: Säugling wurde obduziert

Die Ermittlungen zum Tod einer Mutter und ihres Babys durch einen Giftstoff aus einer Kölner Apotheke gehen weiter. Die Polizei versicherte nochmal, alles daran zu setzen, diese Ereignisse aufzuklären. Man arbeite mit Hochdruck dran.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.09.2019 10:35

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Eine 28-jährige Kölnerin war in der vergangenen Woche nach Angaben der Polizei an «multiplem Organversagen» gestorben, nachdem sie eine Glukose-Mischung aus einer Kölner Apotheke zu sich genommen hatte. Diese Mischung war Teil eines Routine-Tests auf Diabetes in der Schwangerschaft. Auch das ungeborene Baby, das man noch durch einen Kaiserschnitt zu retten versuchte, kam ums Leben. Nach der Obduktion steht fest, dass auch der Säugling an multiplem Organversagen gestorben ist, sagte Staatsanwalt Ulrich Bremer am Mittwoch.

Die Polizei könne nicht ausschließen, dass noch weiteres giftiges Material im Umlauf ist. Bislang habe sich aber noch niemand gemeldet, der Glukose aus der betroffenen Apotheke zu Hause habe, so ein Polizeisprecher. Die Lösung wurde in der Heilig-Geist-Apotheke im Stadtteil Longerich hergestellt und verkauft, heißt es von Polizei und der Stadt Köln. Sie warnen ausdrücklich davor, dieses Mittel mit Glukose einzunehmen. Andere Apotheken seien nach aktuellem Ermittlungsstand nicht betroffen. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Klar ist: die Polizei hat in dem Topf Gift gefunden, in dem die fragliche Zuckerlösung für einen Standart-Diabetes Test-bei Schwangeren hergestellt wird. Unklar ist, um welches es sich handelt. Das wollen die Ermittler aus taktischen Gründen nicht sagen. Unklar ist auch, wer das Gift in die Mischung getan hat. Die Polizei geht von einem lokalen Fall aus. Auch wenn die Herstellerfirma der Zuckerlösung bundewseit verkaufe, gäbe es bislang keinen Hinweis darauf, dass noch andere Apotheken in Deutschland betroffen sind. Der leitende Ermittler geht davon aus, dass die Lösung in der Apotheke mit dem Gift verunreinigt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat ein Todesermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

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