Thüringen-Wahl: Parteien im Kreis distanzieren sich

Nach dem Wahl-Erdbeben in Thüringen zeigt sich die SPD Rhein-Erft fassungslos. Dass der FDP-Landtagsabgeordnete Kemmerich in Thüringen mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, vergleicht die SPD mit der Machtergreifung der Nazis 1933.

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Für sie ist das ein Zeichen von Geschichtsvergessenheit von FDP und CDU in Thüringen. Die Demokraten müssten nun mit Wort und Schritt gegen die neuen Nazis kämpfen, um ein zweites Mal Drittes Reich zu verhindern. Noch sei die Chance dazu. Die Kreis-SPD betont angesichts der anstehenden Kommunalwahl im September, dass sie nie mit rechten Parteien zusammen arbeiten werde. Nach der heftig kritisierten Ministerpräsidentenwahl in Thüringen melden sich auch Liberale an Rhein und Erft zu Wort. Unser Lantagsabgeordneter Ralph Bombis und der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Christian Pohlmann sagen, dass es keinen von der AfD mit ins Amt gewählten FDP-Ministerpräsidenten geben dürfe. Kemmerich hätte die Wahl nicht annehmen dürfen. Auch die Kreis-CDU distanziert sich von den Vorgängen in Thüringen. Sie schließt jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. Außerdem lehnt die Partei jegliche Art des Extremismus und Nationalismus kategorisch ab. Die Freie Wählergemeinschaft Bedburg spricht von einem Trauerspiel gegen die Demokratie. Der FDP sei die Macht im Land wichtiger gewesen als sich von der AfD zu distanzieren. Und das, obwohl vor allem der Landesverband Thüringen bundesweit als extrem rechts außen und durch Hetze, Naziparolen und rassistische Äußerungen bekannt sei, so die FWG.