
Stadt reagiert auf Vorwürfe: wir nehmen das sehr ernst!
Die Stadt Frechen hat sich in der Korruptionsaffäre zu Wort gemeldet und auf die harsche Kritik der Richterin reagiert. Die hatte in ihrem Urteil gegen Mitarbeiter von Sicherheits- und Cateringfirmen von katastrophalen Zuständen gesprochen, die im Rathaus im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom geherrscht hätten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.12.2019 12:16
Jegliche Kontrollmechanismen hätten gefehlt, so die Richterin. Diesen Hinweis nehme man sehr ernst, sagt Frechens Bürgermeisterin Susanne Stupp. Die Stadt will aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, Stupp hat bereits eine Sonderprüfung der Vorgänge beauftragt. Außerdem soll der finanzielle Schaden ausgeglichen werden, der der Stadt durch Untreue und Korruption entstanden ist. Laut Urteil geht er in die Millionen. Die betroffenen Mitarbeiter der Stadt sind entlassen, Stupp spricht von üblen Machenschaften und schäbigen Betrügereien, an denen sie beteiligt waren. Die Ermittlungen gegen die drei laufen noch. Sie werden von der Stadt unterstützt. Stupp betont aber auch, dass diese Vorfälle nicht die gesamte Verwaltung in einem schlechten Licht dastehen lassen dürfen.