
Solarradweg keine Null-Nummer mehr
Die Anzeigetafel am Solarradweg in Erftstadt-Liblar funktioniert endlich. Seit dieser Woche können dort alle ablesen, wie viele Radfahrer dort bereits vorbeigefahren sind und wie viel Strom aus Sonnenlicht der Radweg produziert hat.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.02.2019 12:27
Große Teile des Pilotprojekts sind bereits seit November ans Stromnetz angeschlossen, heißt vom Betreiber Solmove. Einige letzte Module fehlen noch, sollen aber in den kommenden Tagen auch angeschlossen werden. Und auch der Fehler auf der Anzeigentafel soll möglichst schnell behoben werden, heißt es. Dort steht eine falsche Abkürzung für Kilowattstunde. Bisher sind auf der in Deutschland einmaligen Teststrecke rund 92 Kilotwattstunden Strom produziert und eingespeist worden. Das entspricht einer 100-Watt Birne, die 900 Stunden lang leuchtet, heißt es vom Betreiber. Zwölf Megawattstunden pro Jahr sollen es noch werden, das ist zumindest der Plan.
Drei Monate Stillstand
Der neue Solarradweg hatte bei vielen Erftstädtern für Unmut gesorgt. Denn nach einer großen Einweihung stand auf der Anzeigentafel rund drei Monate lang eine Null. An einer Stelle ist der Weg bereits kaputt gegangen. Dort war Luft unter dem Modul, ein handwerklicher Fehler, räumt Solmove ein. Der Schaden soll schnellstmöglich repariert werden. In jedem Fall stößt das Projekt in Liblar international auf großes Interesse – ausgerechnet an Rosenmontag will eine Delegation aus Japan kommen und sich den Weg angucken. Der Praxistest soll zeigen, wie sich Schmutz auf die Energieerzeugung auswirkt und wie die Module aus robustem Glas Belastung aushalten. Langfristig will Solmove Solarstraßen bauen, die z.B. im Dunkeln leuchten und E-Auto während der Fahrt induktiv aufladen.