
Shell bedauert Hochfackel an Karfreitag
Der Direktor der Shell Rheinland Raffinerie hat sich bei den Anwohnern für die unangenehmen Folgen des Stromausfalls an Karfreitag entschuldigt. In einem Schreiben an die Anwohner heißt es: Der Vorfall hat die Feiertagslaune gestört und manchen vielleicht Sorgen oder Angst gemacht. Das tue dem gesamten Shell-Team leid. Zumal man die Anwohner nicht schnell habe informieren können.
Veröffentlicht: Freitag, 26.04.2019 13:11
Vor einer Woche war bei Shell am späten Nachmittag im Werk Godorf der Strom ausgefallen – woraufhin fast alles abgeschaltet werden musste. Gas, das noch im Rohrsystem war, wurde, wie üblich, über die Hochfackel verbrannt – aber es gab wegen des Stromausfalls keinen Dampf. Deswegen brannte die Hochfackel mit ungewöhnlich viel Rauch – und das sehr hell und lange. Messungen der Feuerwehr ergaben keine gefährlichen Rußpartikel in der Luft, aber Anwohner beschwerten sich über Gestank. Außerdem nahm das Landesumweltamt später noch Wischproben, davon liegt aber laut Shell noch kein Ergebnis vor. Auch die Ursache für den Vorfall hat der Raffineriekonzern noch nicht gefunden. Derzeit werden die Anlagen in Godorf wieder kontrolliert hochgefahren, weswegen die Fackel vereinzelt noch mal angeht.
Shell kommt nicht zur Ruhe
Seit Jahren gibt es immer wieder Pannen in den Shell-Werken in Godorf und Wesseling. Deswegen hat das Unternehmen auch mit Imageproblemen zu kämpfen. In Wesseling sorgte Shell mit einem Leck in einer Kerosin-Leitung für die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der Stadt.