Sessionsauftakt in Köln - der Bauer kommt aus Bergheim

Während in Köln seit Montagvormittag tausende Jecke den Sessionsauftakt feiern, sind Polizei, Rettungsdienst, Ordnungsamtes und Mitarbeiter der KVB im Dauereinsatz. Bisher verläuft der Sessionsstart aber verhältnismäßig ruhig.

© Stephan Anemüller (Kölner Verkehrs-Betriebe AG)

Die Jecken feiern sehr friedlich und es sei deutlich weniger los als in den letzten Jahren, als der 11.11. am Wochenende war, heißt es in einer ersten Bilanz von Polizei und Stadt. Ein Beispiel: bis Montagnachmittag hatte der Rettungsdienst knapp 200 Einsätze – im letzten Jahr waren es fast 300. Das Ordnungsamt erwischte bisher fast 100 Wildpinkler und bei gut 40 Kindern und Jugendlichen wurden Verstöße wegen Alkoholmissbrauch festgestellt. Die E-Scooter-Sperrzonen werden laut Stadt auch gut angenommen. Die Polizei zählte bis zum späten Nachmittag 32 Strafanzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung und Drogenbesitzes. Auch zwei Sexualdelikte waren darunter. Zusätzlich wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, nachdem von einem Hausdach Steine geworfen worden waren. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

Der Bauer kommt aus Bergheim

Mit Beginn der neuen Karnevalssession steht am Montag auch das designierte Kölner Dreigestirn zum ersten Mal im Fokus: Auch für den zukünftigen Bauern Frank Breuer aus Bergheim beginnt jetzt eine besondere Zeit. Aber er kennt sich aus im Karneval: Er war 1977 schon Kinderprinz in Bergheim-Kenten. 2005 konnte er als Bauer im Dreigestirn von Bergheim-Thorr seine Rolle schon mal üben.

Das Kölner Dreigestirn: Ralf Schumacher, Christian Krath, Frank Breuer aus Bergheim.© Radio Erft
Das Kölner Dreigestirn: Ralf Schumacher, Christian Krath, Frank Breuer aus Bergheim.
© Radio Erft

Karneval spült über 630 Millionen Euro in die Kassen

Die Jecken lassen viel Geld in Köln – das ist bekannt. In dieser Session rechnet die Stadt Köln aber mit einem deutlichen Plus. Sie geht davon aus, dass die Karnevalisten bis Aschermittwoch mehr als 630 Millionen Euro in der Stadt ausgeben. Zum Beispiel in Kneipen und Restaurants, Hotels, Kostümläden, im ÖPNV und bei Taxifahrern. Das wäre ein Plus von 35 Millionen Euro in zwei Jahren. Die Stadt stützt sich bei ihrer Schätzung auf die Studie einer Unternehmensberatung zur Session 2017/18. Auf ihrer Grundlage rechnet sie mit einem kontinuierlichem Wachstum.


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