
RWE plant Pilotprojekt im Rheinischen Revier
Im Rheinischen Revier gibt es eine neue Perspektive für die Kohlekraftwerke. Sie könnten künftig nicht nur mit Braunkohle Strom erzeugen, sondern auch überschüssigen Strom aus regenerativen Energien mit Hilfe von Flüssigsalz speichern.
Veröffentlicht: Freitag, 15.03.2019 16:40
Um das zu testen, plant RWE Power zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der FH Aachen ein Pilotprojekt. Ziel ist es, Strom aus regenerativen Quellen speichern zu können. Denn im Moment ist die Stromversorgung aus regenerativen Quellen nicht besonders verlässlich. Mal gibt es zu viel Strom und dann wieder zu wenig. Für solche Fälle ist das neues Pilotprojekt gedacht. Dabei wird ein bestehendes Kohlekraftwerk im Rheinischen Revier zu einem Wärmespeicherkraftwerk umgerüstet. Vereinfacht ausgedrückt erhitzt darin überflüssiger Strom Flüssigsalz auf bis zu 600 Grad. Energie kann so gespeichert werden und nach Bedarf Dampf erzeugen. Der treibt dann wiederum eine Turbine an und kann die Braunkohle schrittweise ersetzen. Das Land NRW stellt für die Planung des Pilotprojekts fast drei Millionen Euro zur Verfügung. Der genaue Standort für die Pilotanlage steht noch nicht fest, klar ist nur, es wird im Rheinischen Revier liegen. Denn die Kraftwerke hier bei uns sind besonders geeignet, weil sie über die notwendige Infrastruktur verfügen, etwa Turbinen, Transformatoren und Kühltürme.