
Kölner Rover "Idefix" startet Mission zum Marsmond
Ein „Kölner“ hat sich am Dienstagabend auf die lange Reise zum Mars gemacht. Um genau 21:41 Uhr startete eine japanische Raumsonde mit dem deutsch-französischen Rover „Idefix“ an Bord. Das Forschungsfahrzeug wurde unter anderem im Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln entwickelt und gebaut. Auch während des mehrjährigen Fluges bleibt die Verbindung in das Rheinland eng bestehen. Von Köln aus wird das Team der Raumfahrt-Experten unter anderem wichtige Software-Updates aufspielen und die Instrumente kalibrieren. Die Landung auf dem Marsmond Phobos ist schließlich für den Jahreswechsel 2028/2029 geplant.
Die Mission auf dem fernen Himmelskörper stellt die Technik vor enorme Herausforderungen. Nach der geplanten Landung soll der Rover die Oberfläche des Marsmondes für etwa 100 Tage erkunden. Dabei herrschen auf Phobos schwierige Bedingungen: Die Schwerkraft auf Phobos beträgt weniger als ein Tausendstel der Erde. Zudem schwanken die Temperaturen in einem sehr schnellen Rhythmus von nur sieben Stunden um mehr als 200 Grad Celsius. Trotz dieser extremen Einflüsse soll „Idefix“ wichtige Daten von der Mondoberfläche sammeln. Die Forscher in Köln erhoffen sich durch die Mission neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Marsmondes.