
Rizin-Bombe: Angeklagte im Prozess belastet
Im Prozess um die mutmaßlichen Rizin-Bombenbauer von Köln haben am Mittwoch Nachbarn und ehemalige Freunde der Angeklagten ausgesagt. Die 43-jährige Kölnerin muss sich zusammen mit ihrem tunesischem Mann vor Gericht verantworten – weil sie einen Anschlag mit einer Biowaffe geplant haben sollen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.07.2019 12:55
Die Aussagen der Nachbarn belasten die Angeklagte. Sie erklärten: die zum Islam konvertierte Frau habe ganz gezielt nach einem Salafisten als Ehemann gesucht. Eine Zeugin sagte, die Angeklagte suchte in Chats nach richtigen IS-Männern. Nach der Hochzeit mit dem Angeklagten in Tunesien habe sich die Frau verändert und ihre Wege hätten sich getrennt. Die ehemalige Freundin sagte, sie sei ja jetzt eine Ungläubige gewesen. Später habe die Angeklagte behauptet von den Anschlagsplänen nichts gewusst zu haben. Das habe sie ihr nicht geglaubt. Es sei immer klar gewesen, dass sie mit dem IS sympathisiere und mit ihrem Mann nach Syrien ausreisen wolle. Eine Zeugin wiederholte außerdem ein Aussage der Angeklagten zu ihrem Sohn. Die Frau soll zu ihrem Sohn gesagt haben: "Wenn du mal groß bist, dann wirst du auch ein Attentäter und kannst dich in die Luft sprengen."