
Rhein-Erft/NRW: Ministerin sieht Wiederaufbau auf gutem Weg
Fast ein Jahr nach dem verheerenden Hochwasser hat das Land NRW rund 1,6 Milliarden Euro an Wiederaufbauhilfen für Kommunen und Privathaushalte bewilligt. Das hat die zuständige Ministerin Scharrenbach vorhin mitgeteilt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.07.2022 11:40
Konkret haben die Bürger bisher fast 19.000 Anträge gestellt - davon seien nahezu alle geprüft oder bewilligt. Knapp 500 Millionen Euro seien für Privathaushalte in Auszahlung. Die Bearbeitungszeit lag demnach in den vergangenen drei Monaten im Schnitt bei etwa neun Tagen.
Für Wiederaufbaupläne der Kommunen wurden nach Angaben Scharrenbachs bisher mehr als 740 Millionen Euro bewilligt. Mit den Mitteln würden Kindertagesstätten, Feuerwehrhäuser, Schulen, Straßen und Brücken wiederaufgebaut. Auch für kirchliche oder andere Träger von Bildungs-, Kultur- oder Sportstätten wurden über 160 Millionen Euro bewilligt. Damit können Vereinsheime, Sportplätze oder auch Krankenhäuser wiederaufgebaut werden. Hinzu kommen Hilfen für die Landwirtschaft und die Wirtschaft.
„Wir kommen in NRW beim Wiederaufbau richtig gut voran“, sagte Scharrenbach. „Das war ein Kraftakt, und das ist es bis heute.“
Bei der Flutkatastrophe Mitte Juli 2021 waren allein in NRW 49 Menschen gestorben. Zehntausende Menschen in fast der Hälfte aller Kommunen im bevölkerungsreichsten Bundesland waren betroffen. Die NRW-Landesregierung hatte eine Woche nach der Katastrophe das Antragsverfahren für den Wiederaufbau gestartet.