Rhein-Erft/Köln: Raserin und Poser geschnappt

Zivilfahnder der Polizei haben gleich zwei Mal Autofahrer geschnappt, die gefährliche Situationen im Straßenverkehr provoziert haben. Beide Vorfälle waren am Donnerstag, wurden aber erst jetzt bekannt.

© Polizei

Zuerst war den Beamten eine 22 Jahre alte Frau aus Kerpen aufgefallen, die in ihrem Ford Mustang mit über 200 km/h auf der A4 bei Frechen unterwegs war. Erlaubt ist dort nur Tempo 80. Die Videotechnik des Zivilwagens zeichnete aber nicht nur das hohe Tempo der jungen Kerpenerin auf – sondern auch, dass sie andere Autos verbotswidrig rechts überholte. Neben einem mehrere hundert Euro teuren Bußgeld muss die Fahrerin mit einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen. Später am Abend fiel dann ein 19-Jähriger in einem gemieteten BMW unter der Deutzer Rheinbrücke auf. Er zeigte dort Zuschauern einen Drift – landete mit dem Wagen aber an einem einbetonierten Zaun und verursachte so über 30.000 Euro Sachschaden. Danach wollte der junge Mann in Badelatschen flüchten, aber lief den Polizisten praktisch in die Arme. Sein Beifahrer kam ebenfalls nicht weit. Laut Polizei waren die Fahrkünste des 19-Jährigen offensichtlich nicht besser als seine Rechtskenntnisse. Seine Aussage: "Egal, die Versicherung regelt das schon", dürfe sich als fatale Fehleinschätzung herausstellen. Der Bereich in Deutz ist als als Poser-Treffpunkt bekannt.

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