
Rhein-Erft/Köln: Lieferengpässe bei einigen Produkten
Smartphone, Staubsauger oder auch Auto – Kunden an Rhein und Erft müssen sich beim Kauf einiger Produkte auf längere Lieferzeiten einstellen. Die Zeit der Hamsterkäufe ist zwar vorbei, aber es gibt wegen Corona immer noch Probleme bei Produktion und Lieferketten.
Veröffentlicht: Montag, 13.07.2020 15:49
Nach Angaben des Einzelhandelsverbandes kommt es darauf an, wo die einzelnen Komponenten herkommen und das Produkt letztendlich zusammengebaut wird. In einigen Ländern bestehen immer noch coronabedingte Einschränkungen. Außerdem wollen sich viele Unternehmen in Deutschland nicht so viel auf Lager legen. Der Sprecher des Einzelhandelsverbandes geht auch davon aus, dass die Lieferprobleme noch länger bestehen, allerdings sind nach seinen Angaben immer nur vereinzelte Produkte und Hersteller betroffen. Ähnliche Erfahrungen machen auch die Industrie-Unternehmen an Rhein und Erft. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer klagen derzeit noch knapp 20 Prozent der Unternehmen über fehlende Waren und Dienstleistungen. Im Lockdown waren es noch rund 45 Prozent. Allerdings haben viele Unternehmen jetzt auch noch andere Probleme. Zum einen verzeichnen rund 70 Prozent eine sinkende Nachfrage. Und zum anderen treffen viele Unternehmen die Einschränkung bei den Reisemöglichkeiten. Das heißt für sie: sie können keine neuen Kundenkontakte bei Messen knüpfen oder dort neue Aufträge an Land ziehen. Außerdem können sie Maschinen nicht warten, reparieren oder in Betrieb nehmen, weil die Servicetechniker nicht einreisen dürfen, zum Beispiel in die USA.