
Rhein-Erft/Köln: Ab Oktober 2020 drohen Insolvenzen
Die Industrie- und Handelskammer Köln geht davon aus, dass die Zahl der Insolvenzen ab Oktober bei uns im Rhein-Erft-Kreis und in Köln zunehmen wird.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2020 15:10
Ein Sprecher der IHK teilte auf Radio Erft-Anfrage mit, dass bislang verhältnismäßig wenige Unternehmen Insolvenz angemeldet hätten. Das liegt vor allem daran, dass die Insolvenzantragspflicht noch bis Ende September ausgesetzt ist. Dazu kämen auch zahlreiche Stützungsmaßnahmen für die krisengeschädigten Unternehmen. Das könnte sich ab Oktober ändern.
Pleiten bei Messebau-Unternehmen befürchtet
Der Fachverband Messe- und Ausstellungsbau (FAMAB) rechnet für den Herbst mit einer großen Insolvenzwelle unter den Messebaubetrieben: Etwa 30 Prozent der Unternehmen seien gefährdet, so der Geschäftsführer. Alleine die Messe in Köln hat schon mehrere für den Herbst geplante Messen abgesagt. Diese sollten eigentlich den Neustart des Messebetriebs nach der Corona-Zwangspause darstellen.
„Es ist uns aber leider nicht gelungen, die zurzeit verständliche tiefgreifende Unsicherheit unserer Kunden gegenüber geschäftlichen persönlichen Begegnungen im Herbst zu beseitigen“, sagte Messechef Gerald Böse der Deutschen Presse-Agentur.
Ein Messebauer aus Elsdorf sagte uns zum Beispiel, dass es für ihn unweigerlich auf eine Insolvenz hinauslaufe - es sei denn, es passiere noch ein Wunder. Aufgrund von Absagen in Köln und Hannover seien Einnahmen in nächster Zeit auch nicht absehbar.
