
Rhein-Erft: Zusatz-Impftermine trotz Irritationen vergeben
Bei der Vergabe von Terminen für die zusätzlichen Impfdosen im Rhein-Erft-Kreis kam es am Samstag zu Problemen. Radio Erft verwies bereits am Vortag auf Beschwerden von Hörerinnen und Hörern, nach denen Mitarbeiter nichts von den Terminen wussten. Trotzdem hatten einige Glück: Die Impf-Termine sind ausgebucht!
Veröffentlicht: Samstag, 10.04.2021 12:18
Bei uns im Rhein-Erft-Kreis standen seit Freitag 1.000 neue Corona-Impfdosen für über 60 Jährige zur Verfügung. Die Termine konnten eigentlich über die Kassenärztliche Vereinigung vereinbart werden.
Doch eine Vielzahl an Hörerinnen und Hörer haben sich bei uns gemeldet und beschrieben, dass es zu großen Problemen bei der Terminvergabe kommt. Daraufhin meldeten wir bereits gestern die Erfahrungen unserer Hörerinnen und Hörer, dass Mitarbeiter bei der KVNO nichts von den Impfdosen und den damit verbundenen Terminen wussten.
Wir fragten beim Landrat Frank Rock nach
Bereits am Freitag erklärte Landrat Frank Rock auf Radio Erft-Nachfrage: "Er könne sich das nicht erklären. Es gebe eindeutige Vereinbarungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Es könne sich nur um Einzelfälle handeln." Er gehe davon aus, dass nur wenige Call-Center-Mitarbeiter nicht Bescheid gewusst hätten. Nach seinen Angaben galt weiter, dass sich weitere Menschen Impftermine sichern konnten, so Rock weiter.
Auch am Samstagmorgen gab der Landrat dann grünes Licht, nachdem er nach eigenen Angaben nochmals bei der KVNO nachgehört hatte.
Also doch: Es gab Probleme!
Gegen Mittag wurde dann aber eine Pressemitteilung des Rhein-Erft-Kreises veröffentlicht. Hier wurde dann eingeräumt, dass es aber wohl zu Problemen kam. Konkret heißt es hier: "Leider ist es bei der Vergabe der Terminen zu Irritationen gekommen, da grundsätzlich die Termine für das Land NRW für diesen Personenkreis und diesen Impfstoff ausgebucht sind und nicht immer klar war, dass für den Rhein-Erft-Kreis eine Sonderlage mit zusätzlichen Terminmöglichkeiten bestanden hat. Die Kreisverwaltung bedauert, dass Anrufer/innen in manchen Fällen eine falsche Auskunft erteilt worden ist."
Alle Termine sind vergeben
Zusätzlich wird in der Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass alle Impf-Termine trotz der Irritationen vergeben worden sind.
Anscheinend waren nicht alle Call Center Mitarbeiter bei der KVNO unwissend. Wer Glück hatte, hat einen Termin ergattern können. Wer Pech hatte und an den falschen Mitarbeiter geraten ist, der ist leer ausgegangen.