
Rhein-Erft: Wirtschaft beunruhigt über Energieversorgung
Die Industrie- und Handelskammern im Rheinland fordern mit Blick auf mögliche Gas-Engpässe schnelle, drastische Maßnahmen der Politik. Zum einen halten die Wirtschaftsexperten den geplanten Kohleausstieg bis 2030 für unrealistisch, zum anderen wollen sie einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien.
Veröffentlicht: Dienstag, 12.04.2022 13:42
Denn: schon jetzt gebe es vermehrt Netzschwankungen und das könne zu Produktionsausfällen und Schäden an Anlagen führen.
Neue Photovoltaikanlagen und Windräder – derzeit dauert es oft lange, bis solche Projekte umgesetzt werden, wenn sie nicht gar im Vorfeld scheitern. Aber damit muss Schluss ein, sagen die IHK-Fachleute. Einzelinteressen, Bräsigkeit und Kleinteiligkeit dürften wir uns nicht mehr leisten. Das gilt demnach auch für das Stromnetz, das dringend ausgebaut werden muss. Und auch die Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Revier dürften nicht abgeschaltet werden, sondern müssten sogar noch länger als Sicherheitsreserve vorgehalten werden, falls das Gas knapp werden sollte. Viele betroffene Unternehmen sind laut Kammer aktuell äußerst beunruhigt. Sie sehen die hohen Preise und haben immer weniger Vertrauen, dass die Energieversorgung gesichert ist.