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Rhein-Erft: Wieso wird ausgerechnet jetzt gestreikt?
© Radio Erft / Symbolbild
Zweigleisiger Ausbau der KVB-Linie 18 in Brühl-Badorf
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Rhein-Erft: Wieso wird ausgerechnet jetzt gestreikt?

Einige Fahrgäste im Rhein-Erft-Kreis reagieren mit Unverständnis auf den erneuten Streik bei KVB und REVG. Mitten in der Corona-Pandemie zu streiken halten sie für nicht gerechtfertigt. Man solle froh sein, überhaupt noch Arbeit zu haben, schreibt zum Beispiel Tanja Liebig auf Facebook.

Veröffentlicht: Montag, 19.10.2020 05:20

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Für Frank Michael Munkler von der Gewerkschaft verdi sind die Streiks dagegen gerade jetzt wichtig: jetzt müssten die Arbeitgeber den Einsatz der Mitarbeiter in der Corona-Pandemie in Form von fairen Arbeitsbedingungen anerkennen: "Den Beschäftigten wurden Prämien versprochen, alles ganz toll, wir gucken auf euch, ihr seid wichtig. Ihr habt in dieser schweren Zeit des Lockdowns euren Kopf hingehalten, eure Gesundheit riskiert. Und jetzt kommen die Arbeitgeber mit unzureichenden Vorschlägen, wollen den Kündigungsschutz und Krankengeld absenken. Sachen wo man sagt: Wie ernst ist das eigentlich gemeint? Klatschen allein reicht nicht." Die Mitarbeiter kämpfen unter anderem für eine bessere Bezahlung, kürzere Schichten, mehr Pausen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In den Soziale Netzwerken gibt es auch viel Zuspruch für den Streik: "Vom Applaus allein kann man nicht leben, auch wenn es nervt, es ist der richtige Weg", schreibt zum Beispiel Anja Köhler auf Facebook. 

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