
Rhein-Erft: Vorsicht vor Betrügern beim Zensus 2022
Der Zensus 2022 ist kaum angelaufen, da warnen die Behörden schon vor Betrügern – bislang aber nur vorsorglich. Betrüger könnten anrufen und einen Termin für die Befragung vereinbaren wollen, so der Rhein-Erft-Kreis und die Kreispolizei.
Veröffentlicht: Freitag, 20.05.2022 06:57
Damit wären mögliche Kriminelle im Haus oder in der Wohnung. Die Interviewer des Zensus kontaktieren die ausgewählten Haushalte zunächst immer per Post. Darin wird ein Termin mitgeteilt und auch die Person namentlich genannt, die zur Befragung kommen wird. Die Interviewer weisen sich dann mit einem speziellen Ausweis aus. Sollte doch ein Anruf für eine Terminvereinbarung kommen, sollte die Polizei informiert werden.
Vorsicht bei falschen Fragen zu sensiblen Daten
Beim Zensus 2022 werden ausschließlich Fragen zur Person, zur Ausbildung und zur Arbeit gestellt. Fragen nach
- der Sozialversicherungsnummer,
- dem Personalausweis oder dem Reisepass,
- der Unterschrift,
- Bank-, Kredit- oder Kontodaten,
- E-Mail-Adressen,
- persönlichen Passwörtern
- geplanten Urlauben
- dem Impfstatus
werden nicht gestellt. Sollten vermeintliche Interviewer dennoch nach diesen Themen fragen, raten die Behörden dazu, die nächste Polizeidienststelle oder die Erhebungsstelle ( 02271 - 83 33 33 3 oder zensus@rheinerft-kreis.de ) zu kontaktieren.
Ein Musterfragebogen mit sämtlichen Fragen die gestellt werden, kann auch hier eingesehen werden.
Keine Einlasspflicht
Befragte müssen die Interviewer nicht in die Wohnung oder das Haus lassen. Das Interview kann entweder mit dem Erhebungsbeauftragten an der Tür oder auch einfach selbstständig online durchgeführt werden. Hierzu überreicht der Interviewer persönlich die notwendigen Onlinezugangsdaten. Das Interview dauert rund fünf bis zehn Minuten.