
Rhein-Erft: Vorbereitung auf Omikron
Umschichtung des Personals oder Unterstützung aus anderen Städten – mit solchen Maßnahmen bereiten sich die Krankenhäuser, die Polizei und die Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis gerade auf eine mögliche Omikron-Welle vor.
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.01.2022 16:58
Das Marienhospital in Brühl hat dabei einen Stufenplan entwickelt, um auf einen Personalengpass zu reagieren. In der ersten Stufe soll das eigene Personal mögliche Ausfälle durch Überstunden kompensieren, bevor dann Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen zum Einsatz kommen könnten. Erst auf der letzten Stufe soll das Personal auf die Notfallversorgung konzentriert werden. Auch im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim könne man bei Engpässen das Personal zwischen den Stationen umschichten, heißt es von einer Sprecherin. Aktuell sei man hier mit den Maßnahmen wie dem Tragen von FFP2-Masken und regelmäßigen Testungen aber gut aufgestellt und könne den normalen Betrieb aufrecht erhalten. In Köln arbeiten die Klinken daran, dass der Betrieb halbwegs normal weiterläuft, wenn es vermehrt Quarantäne-Fälle in der Belegschaft gibt. Man sei dabei, für den Notfall, Mitarbeiter aus der Elternzeit und dem Ruhestand zurückzuholen, heißt es.
Auch bei der Feuerwehr gibt es einen Stufenplan, in dem vor allem die Einsatzfähigkeit der Leitstelle und des Rettungsdienstes Priorität haben. Denn es sei das oberste Ziel, dass die Leitstelle in Kerpen einsatzfähig bleibe, da hier alle Notrufe eingehen und koordiniert werden müssen, heißt es von einem Sprecher. Dazu habe man zusätzliches Personal in der Hinterhand und könne im Notfall auch infizierte, aber symptomfreie Mitarbeiter in zwei Containern isoliert arbeiten lassen. Außerdem könnten bei einem möglichen Personalengpass im Brandschutz auch die Ehrenamtler der freiwilligen Feuerwehr die hauptamtlichen Einsatzkräfte unterstützen.
Bei der Polizei sei es laut eines Sprechers besonders wichtig, schnell und flexibel auf mögliche Ausfälle durch Erkrankungen und Quarantäne-Anordnungen reagieren zu können. Daher wurde das Schichtsystem auf der Wache so umgestellt, dass freigewordenes Personal bei einem Corona-Fall andere Dienstgruppen unterstützen könnte. Außerdem könnten bei einer Quarantäne einer kompletten Dienstgruppe auch Kollegen einspringen, die normalerweise Aufgaben der Kriminal- oder Unfallprävention übernehmen. Auch gibt es hier landesweite Vorkehrungen, sodass im Notfall auch Polizisten aus anderen Städten oder Kreisen in NRW im Rhein-Erft-Kreis aushelfen könnten. Von so einer Situation gehe man bei der Polizei laut eines Sprechers im Moment aber nicht aus.