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Rhein-Erft: Viele Sturmeinsätze, verletzt wurde wohl niemand
© Feuerwehr Bergheim
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Rhein-Erft: Viele Sturmeinsätze, verletzt wurde wohl niemand

Mit bis zu 120 Stundenkilometern ist der Sturm über den Rhein-Erft-Kreis gefegt. Fast 300 Sturmeinsätze hat es bislang allein bei der Feuerwehr gegeben, heißt es vom Lagedienst des Rhein-Erft-Kreises.

Veröffentlicht: Freitag, 18.02.2022 18:11

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Und zwar verteilt über alle Städte. Schwerpunkt waren aber Hürth, Bergheim sowie Kerpen und Pulheim mit 40 bis 46 Einsätzen. Meist mussten die Einsatzkräfte zu umgestürzten Bäumen ausrücken oder abgebrochene Äste von den Straßen räumen. In Kerpen und Hürth sind Bäume auf geparkten Autos gelandet – verletzt wurde aber niemand. In Wesseling-Berzdorf stand plötzlich ein Gartenhaus auf der Fahrbahn. In Erftstadt sorgte ein Toilettenhäuschen bei den Einsatzkräften für Erheiterung, das ungesichert über die Straße schlidderte und eingefangen werden sollte. Dazu hat es einige Dachziegel von den Dächern geweht. Auch die Kreispolizei hatte viel zu tun. Fast 80 Einsätze mussten abgearbeitet werden. Darunter umgefallene Bauzäune, verschobene Schilder und ein Anhänger, der vom Wind auf die Straße geweht wurde. In Bergheim-Ahe stürzte der Kamin eines Mehrfamilienhauses auf zwei geparkte PKW vor dem Haus. Verletzt wurde niemand. An den Fahrzeugen entstand ein erheblicher Sachschaden. Im Gebäude musste aufgrund des abgestürzten Kamins die Heizung abgestellt werden.

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Rhein-Erft: Viele Sturmeinsätze, verletzt wurde wohl niemand
© Feuerwehr Pulheim
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Viele Dächer wurden beschädigt oder zerstört

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Im Pulheimer Ortskern wurde das Flachdach eines Mehrfamilienhauses total zerstört. Laut Feuerwehr zerrte der Sturm so intensiv an dem Flachdach, dass dieses sich immer weiter ablöste und schließlich völlig zerstört wurde. Außerdem wurden in Sinnersdorf das Dach eines Carports und in Stommeln Teile einer Hausfassade weggerissen. Auch in Frechen hat es ein Flachdach zerrissen, und zwar am KIK im Gewerbegebiet.

Glück im Unglück hatten eine Mutter und ihre zwei Kinder am Freitagabend gegen 18.40 Uhr am Nachtigallenweg in Bergheim-Kenten. Während sie in ihrem PKW saßen, erfasste eine Windböe ein angrenzendes Flachdach. Das Auto der Familie wurde unter der großflächig abgehobenen Dachpappe begraben. Die alarmierten Rettungskräfte konnten die Eingeschlossenen befreien. Sie kamen mit dem Schrecken davon.

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Rhein-Erft: Viele Sturmeinsätze, verletzt wurde wohl niemand
© Feuerwehr Bergheim
In Kenten wurde ein Auto von einem Dach begraben
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Rhein-Erft: Viele Sturmeinsätze, verletzt wurde wohl niemand
© Feuerwehr Pulheim
Mehrfamilienhaus in Pulheim
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Viele öffentliche Sportplätze, Grünanlagen, Parks und Friedhöfe im Kreis sind weiter gesperrt. Und in Erftstadt ist der Wochenmarkt am Samstag in Lechenich vorsorglich abgesagt worden, heißt es von der Stadt. Damit niemand zu Schaden kommt, hatten viele Städte bei uns schon am Mittwoch diverse Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und Friedhöfe und Parks gesperrt – zum Beispiel in Bergheim, Erftstadt, Pulheim und Kerpen. Teils müssen auch Beerdigungen ausfallen, weil es unter den Bäumen zu gefährlich ist. Und auch in Wälder und auf Spielplätze sollen die Menschen im Moment nicht gehen.

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Bilanz vom Donnerstags-Sturm

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Das erste Sturmtief in der Nacht auf Donnerstag hatte im Rhein-Erft-Kreis schon für einige Einsätze gesorgt. Meist ging es um abgeknickte Äste und umgestürzte Bäume, um die sich Feuerwehr und Polizei kümmern mussten. Zum Beispiel auf der K10 in Pulheim. Die Straße war am frühen Morgen rund eine Dreiviertelstunde gesperrt, weil ein Baum quer lag. Bei Erftstadt-Erp kam ein Motorradfahrer auf der L51 von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und verletzte sich schwer – aber ob der Sturm den Unfall ausgelöst hat, ist noch nicht ganz klar. Insgesamt rückte allein die Polizei zu rund 30 Sturmeinsätzen aus.

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