Rhein-Erft: Viele Städte drücken millionenschwere Schulden

Viele Städte bei uns im Kreis haben millionenschwere Schulden – und versuchen flüssig zu bleiben, indem sie Kassenkredite aufnehmen. Das zeigt die jüngste Verschuldungs-Statistik der Landesregierung.

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Demnach setzen vor allem Bedburg, Erftstadt, Elsdorf und Kerpen auf hohe Kassenkredite – sie haben jeweils zwischen 32 und 45 Millionen Euro aufgenommen. Im Gegensatz zu normalen Krediten sind Kassenkredite eigentlich nur dafür da, um kurzfristige Finanz-Engpässe zu überbrücken. Tatsächlich sind sie aber in immer mehr Kommunen ein Dauerzustand. Die Folge sind zum einen sinkende Gestaltungsspielräume, zum anderen wachsende Zinsrisiken. Pulheim, Wesseling und Frechen sind bei uns die einzigen Städte, die keine Kassenkredite haben. Brühl kam lange mit vergleichsweise kleinen Kassenkrediten aus, musste das Volumen aber im vergangenen Jahr massiv aufstocken – um 600 Prozent auf rund 17 Millionen Euro. Hürth hat im vergangenen Jahr erstmals 7 Millionen Euro über Kassenkredite aufnehmen müssen. Immerhin: Elsdorf und Kerpen konnten ihre Kassenkredite im vergangenen Jahr verringern.

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