
Rhein-Erft: Viele Felder sind staubtrocken
Trotz des wenigen Regens in den letzten Wochen liegen noch nicht bei allen Landwirten an Rhein und Erft die Nerven blank. Oben sind die Äcker zwar ziemlich trocken, unter der Oberfläche ist aber noch gut Feuchtigkeit, sagt Kreislandwirt Willy Winkelhag. Zumindest bei 70 bis 80 Prozent der Böden.
Veröffentlicht: Freitag, 13.05.2022 05:06
Die sandigen Böden im südlichen Kreis sind im Moment sehr trocken und werden zum Teil schon seit Wochen bewässert. Hier wächst viel Gemüse und Getreide wie Gerste, Weizen und Roggen. Alles ist gerade stark im Wachstum und braucht viel Wasser. Richtung Hürth und Bedburg sieht es laut Kreislandwirt mit dem lehmigen Boden besser aus.
Probleme hatten Rübenbauern mit dem Regen im März: als sie säen mussten war eine Trockenphase angekündigt. Die Saat wurde tief gesetzt – dann kam Starkregen und hat die Böden verdichtet. Viele Rüben kamen nicht raus. Bis zu zehn Prozent der Anbaufläche wurde umgegraben und neu angesetzt.
Landwirte hoffen auf Regen
Die Landwirte an Rhein und Erft checken gerade fast stündlich den Wetterbericht für die nächste Woche. Im Moment ist für Montag ein bisschen Regen angekündigt. Dann werden vermutlich viele Bauern auf ihre Traktoren springen und Pflanzenschutzmittel auftragen. Denn das sei gerade wegen der andauernden Trockenheit nicht möglich, heißt es von vielen Landwirten auf Nachfrage. Die Feuchtigkeit durch den Nachttau reiche nicht aus.