
Allerdings handelt es sich in den meisten Fällen nicht um die "klassischen Penner". Vielen Betroffenen sehe man das Problem nicht unbedingt an, sagt Karina Dreja. Sie kümmert sich beim Sozialdienst Katholischer Männer in Frechen um die Wohnungsnotfallhilfe. Nach ihren Erfahrungen nimmt die Zahl der Wohnungslosen immer weiter zu. Dabei leben nach ihren Angaben im Rhein-Erft-Kreis wenig Menschen auf der Straße, sondern viele in Notunterkünften. Aber die meisten Betroffenen leben in der versteckten Wohnungslosigkeit. Dazu gehört auch das Phänomen Couch-Surfen. Dabei übernachten die Betroffenen jede Nacht bei Freunden, Verwandten oder Bekannten auf dem Sofa. Das Problem dabei ist unter anderem, dass sie dadurch keine feste Meldeadresse haben und beispielsweise kein Geld vom Job-Center bekommen können. Die Wohnungsnotfallhilfe unterstützt und berät die Betroffenen, oft mit Erfolg. Allerdings könne es einige Zeit dauern, bis die Betroffenen tatsächlich wieder eine eigene Wohnung haben.