
Rhein-Erft: Tafeln reagieren auf extrem hohe Nachfrage
Stark gestiegene Nachfrage und weniger Lebensmittel – viele Tafeln im Rhein-Erft-Kreis stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Die Tafel in Kerpen hat jetzt darauf reagiert: Kunden können sich die Lebensmittel hier ab Anfang September nur noch alle zwei Wochen anstatt jede Woche abholen.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.08.2022 07:14
Denn seit Anfang des Jahres hat sich die Anzahl der Kunden hier verdoppelt. Gleichzeitig gibt es weniger Lebensmittelspenden von den Supermärkten, weil auch hier enger kalkuliert wird, heißt es. Auch die Tafeln in Brühl, Hürth, Elsdorf und Wesseling merken seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine extrem hohe Nachfrage. Weil die Einrichtungen in Hürth und Wesseling dadurch an ihre Grenzen gekommen sind, mussten die beiden Tafeln im August einen Aufnahmestopp für Neukunden verhängen. Und wegen der steigenden Preise gehen beispielsweise die Tafeln in Brühl und Hürth auch davon aus, dass die Nachfrage noch weiter steigt. So rechnet der Vorsitzende der Hürther Tafel damit, dass in den kommenden Monaten auch Menschen mit geringem Einkommen, die es bisher selbst schaffen wollten, zur Tafel kommen werden.