Anzeige
Rhein-Erft: Stand der Dinge auf den Autobahnen
© gettyimages/chris-mueller
Teilen:

Rhein-Erft: Stand der Dinge auf den Autobahnen

Autofahrer im Rhein-Erft-Kreis müssen sich auch in der nächsten Zeit erstmal auf längere Staus einstellen. Die Reparaturarbeiten auf den Autobahnen werden teilweise noch mehrere Monate dauern, sagt die Autobahn GmbH. Hier findet Ihr eine Übersicht der gesperrten und beschädigten Autobahnen und die geschätzte Dauer der Arbeiten. (Stand 18.08.21 11:00 Uhr)

Veröffentlicht: Dienstag, 17.08.2021 10:14

Anzeige

A1

  • In Fahrtrichtung Dortmund ist zwischen den Anschlussstellen Köln-Lövenich und Köln-Bocklemünd auf anderthalb Kilometern eine Böschung abgerutscht. Es mussten zwischenzeitig zwei der drei Fahrstreifen gesperrt werden. Mittlerweile ist nur noch der rechte Fahrstreifen gesperrt. Hier müssen Hohlstellen verfüllt und verdichtet werden. Zudem müssen Gleitschutzwände errichtet werden. Voraussichtlich sind auch ein Bodengutachten und weiterer Grunderwerb erforderlich.
  • zwischen der Anschlussstelle Hürth und dem Autobahndreieck Erfttal sind beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Das Brückenbauwerk über den „Liblarer Mühlengraben” ist stark beschädigt. In Fahrtrichtung Dortmund wurde das Teilbauwerk durch die Fluten gänzlich weggerissen, in Fahrtrichtung Koblenz steht das Teilbauwerk noch, muss aber auch neu errichtet werden. Für die Arbeiten muss im weiteren Verlauf der querende Bach umgeleitet werden. Aktuell werden die Trümmer in Fahrtrichtung Dortmund weggeräumt. Ein Neubau könnte im Idealfall im Laufe des Septembers starten. Für das erste Teilbauwerk wird mit einer Bauzeit von voraussichtlich etwa vier Monaten gerechnet. Im Anschluss benötigt das zweite Teilbauwerk nach derzeitigem Kenntnisstand voraussichtlich etwa drei Monate Bauzeit.

Autobahndreieck Erfttal

  • Der Seitenstreifen, der rechte Fahrstreifen und die Lärmschutzwand sind abgängig. Die Lärmschutzwand ist auf einer Länge von über 80 Metern vollständig in die Erft gestürzt, die Trümmer wurden bereits aus der Erft geborgen. Auch hier schreitet die Entsorgung voran. Es folgt eine Sicherung des Hangs, dann wird die Fahrbahn wieder hergestellt. Dafür ist mit mindestens drei Monaten Bauzeit zu rechnen. Die Lärmschutzwände werden in einer nachgehenden Maßnahme neu errichtet. Aufgrund von Vollsperrungen der A1 und A61 ist das Autobahndreieck Erfttal derzeit nicht unter Verkehr.

A61

  • Zwischen den Autobahnkreuzen Meckenheim und Kerpen war die Fahrbahn zwischenzeitig in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Momentan besteht die Vollsperrung zwischen dem Autobahnkreuz Kerpen und der Anschlussstelle Türnich sowie zwischen den Anschlussstellen Gymnich und Rheinbach in Fahrtrichtung Koblenz. In Fahrtrichtung Venlo ist die A61 zwischen dem Autobahnkreuz Meckenheim und der Anschlussstelle Swisttal sowie zwischen dem Autobahnkreuz Bliesheim und der Anschlussstelle Türnich vollgesperrt. Der Bachdurchlass „Kleine Erft“ bei Gymnich war beschädigt, die Reparatur ist bereits erfolgt. Zwischen den Anschlussstellen Swisttal und Miel hat der querende „Schießbach” die Fahrbahn in voller Breite auf mehreren Metern weggerissen. Es wurden inzwischen vier Kanalrohre nebeneinander verlegt, die den Bach unter der Autobahn zukünftig durchleiten. Im Anschluss muss die Fahrbahn neu gebaut werden. Das wird noch voraussichtlich etwa sechs Wochen andauern.

Autobahnkreuz Bliesheim (A61/A553)

  • Hier sind nahezu sämtliche Verbindungen gesperrt. Derzeit ist nur die Überfahrt von der A61 aus Koblenz kommend auf die A553 nach Köln befahrbar. Es sind mehr als zwölf Böschungen abgerutscht. Deswegen müssen die übrigen Überfahrten weiterhin gesperrt bleiben. Zudem liegt vermutlich ein Kanalbruch vor. Hier sind noch weitere Untersuchungen erforderlich. 

A553

  • Die A553 war zwischen der Anschlussstelle Brühl-Süd und dem Autobahnkreuz Bliesheim in beiden Fahrtrichtungen zwischenzeitig vollgesperrt. Derzeit besteht nur noch ein Engpass in Fahrtrichtung Köln. Es sind Böschungen abgerutscht und Bauwerke wurden teilunterspült. Die Arbeiten schreiten voran. 
Anzeige
Anzeige
Anzeige