
Rhein-Erft: Städte rüsten Spielplätze für Inklusion um
Wie inklusiv sind die Spielplätze im Rhein-Erft-Kreis? Das ist von Stadt zu Stadt tatsächlich sehr unterschiedlich. In Brühl und Erftstadt etwa wird bei Spielplatzsanierungen Wert auf Spielgeräte gelegt, die von allen genutzt werden können. Acht von 31 Spielplätzen sind in Erftstadt schon umgestaltet.
Veröffentlicht: Freitag, 20.05.2022 05:24
Das Trampolin auf dem Brühler Spielplatz „Am Volkspark“ ist zum Beispiel kein spezielles Rollstuhltrampolin, kann jedoch mit dem Rollstuhl genutzt werden. In Hürth gibt es seit vier Jahren ein Konzept für inklusive Spielplätze: sie haben zum Beispiel Hackschnitzel statt Sand als Fallschutz. Außerdem können sie nicht nur von Kindern mit und ohne Rollstuhl bespielt werden, sondern auch von Menschen mit anderen geistigen oder körperlichen Einschränkungen. Am Bürgerpark „de Bütt“ gibt es etwa einen entsprechende Nestschaukel und Wasserspielgeräte. Alle Bodentrampoline in Hürth sind barrierefrei. Und im Sommer bekommt der Spielplatz in Efferenen-West ein mit dem Rollstuhl befahrbares Karussel. Auf dem Platz der Integration in Kerpen-Sindorf wird Freitagnachmittag ein Rollstuhl-Trampolin freigegeben – und auch gleich das 5-jährige Jubiläum des Platzes gefeiert. Das Trampolin wurde gesponsert und zusammen mit Mitarbeitern des Baubetriebshofes eingebaut. Es ist für alle Kinder zugänglich und bespielbar – so wie einige andere Spielgeräte auf Kerpener Spielplätzen auch. Nach Angaben der Stadt gibt es bereits Nestschaukeln, Wippen, Sitzkarusselle und von mehreren Seiten zugänglich Sandkästen.
In Elsdorf hingegen gibt es laut Stadt bisher keinen nennenswerten inklusiven Geräte, es gebe derzeit auch keine Planungen dafür.