
Rhein-Erft: Sitzungen abgesagt
Wie wird die Karnevalssession 2020/2021 bei uns im Rhein-Erft-Kreis genau ablaufen? Antworten darauf kann im Moment noch keiner so richtig geben. Es fehle ein klares Zeichen von der Bundesregierung oder vom Land NRW, heißt vom Karnevalsverband Rhein-Erft.
Veröffentlicht: Mittwoch, 02.09.2020 03:34
Einige Vereine und Gesellschaften haben allerdings schon jetzt die Reissleine gezogen. In Frechen-Habbelrath wird es in der kommenden Session keine ausgelassenen Feiern geben. Die KG Rot-Weiss Habbelrath hat sämtliche Sitzungen, die Sessionseröffnung und den Rosenmontagszug abgesagt. Das Risiko und die Verantwortung seien einfach zu groß, hieß es vom Präsidenten der Gesellschaft. Auch beim Karnevalsclub Schwarz-Gold Kerpen wird es keine Sitzungen geben. Man müsse sogar das Dreigestirn für Kerpen um ein Jahr schieben, so eine Sprecherin. Außerdem würde man in der kommenden Session das Dreigestirn für Kerpen stellen. Dieses besondere Erlebnis werde man um ein Jahr schieben.
Kritik zur frühen Absage gibt es allerdings vom Karnevalsverband Rhein-Erft. Jetzt schon eine Sitzung abzusagen, sei groß fahrlässig, heißt es von einem Sprecher. Die Gesellschaften und Vereine begingen möglicherweise Vertragsbruch mit Bands, Künstlern und Tanzgruppen und müssten gegebenenfalls die Gagen zahlen. Der KC in Kerpen hat Glück: Die Verträge waren noch nicht unterschrieben.
Bei den Bedburger Rittern planen die Verantwortlichen gerade eine ganz normale Session. Zum Beispiel wurden schon Tickets für Sitzungen verschickt - allerdings mit dem Hinweis, dass sich das Ganze auch nochmal ändern könnte. Auch bei den Bedburgern beobachte man die Lage. Man sei aber auch von den Ansagen der Bundesregierung und des Landes NRW abhängig. Da die Veranstaltungen erst Ende Januar/Anfang Februar seien, könne man zum jetzigen Stand immer noch keine Aussage darüber treffen, ob es bei Sitzungen oder sogar beim Zug zu Absagen kommt.