
Rhein-Erft: Seif kritisiert Kürzungen beim Zivilschutz
Die Bundesregierung plant im nächsten Jahr deutlich weniger Geld für den Bevölkerungsschutz in die Hand zu nehmen. Das sieht der aktuelle Haushaltsentwurf vor. So sollen die Mittel für das Technische Hilfswerk um knapp 30 Prozent reduziert werden, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe soll sogar rund 40 Prozent weniger Geld bekommen.
Veröffentlicht: Freitag, 19.08.2022 12:13
Bei dem Bundestagsabgeordneten für den Südkreis, Detlef Seif von der CDU, stößt diese Idee auf wenig Verständnis. Die Flutkatastrophe im letzten Jahr, Corona, Waldbrände und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine: All das habe gezeigt, dass der Bund eher mehr als weniger Geld in den Zivilschutz investieren sollte, sagte Seif. Besonders stören ihn die Kürzungen in den Bereichen „Warnung der Bevölkerung“ und „Ausbildung von Katastrophenmanagern“. Die Flut im letzten Jahr habe gezeigt, dass vor allem hier deutlich mehr Geld fließen muss. Daher sind die Kürzungen aus seiner Sicht "absolut unverständlich". Beschlossen ist der neue Haushalt noch nicht, der Bundestag wird darüber noch verhandeln.