
Rhein-Erft: RWE muss bei Kraftwerksabschaltungen umplanen
Trotz offener Energiefragen in Folge des Ukraine-Krieges will die Landesregierung am Ziel festhalten, möglichst schon 2030 keine Braunkohle mehr zu verstromen. Aber: Kohlekraftwerke, die abgeschaltet wurden oder bald stillgelegt werden sollten, wolle man in die Kraftwerksreserve aufnehmen, sagte Ministerpräsident Wüst.
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.04.2022 16:51
Das bedeutet, dass der Energieversorger RWE wohl für die Kraftwerke im Rheinischen Revier umplanen muss. Seit der Sorge um mögliche Gas-Engpässe überlegt die Politik, Kohlekraftwerke länger als geplant für den Notfall bereitzuhalten. RWE hatte im Vorfeld auch schon angekündigt, in dem Fall helfen zu wollen. Die Industrie- und Handelskammern im Rheinland hatten Anfang der Woche auch gefordert, die Kraftwerke entsprechend zu nutzen – aber den Kohleausstieg bis 2030 als unrealistisch bezeichnet. Das scheint die Landesregierung nun anders zu sehen. Energieminister Pinkwart sagte, die Krise müsse einen Schub auslösen, jetzt erneuerbare Energien, Netze und Speicher schneller voranzubringen. Klimaschutz sei nun stärker mit Versorgungssicherheit und Freiheit der Gesellschaft verknüpft.