
Rhein-Erft: Rheinisches Revier als Modellregion
Land ist knapp und teuer. Damit die Flächen im Rheinischen Revier nach dem Aus für die Braunkohle optimal genutzt werden können, wollen der Energiekonzern RWE und Vertreter der Landwirtschaft die Weichen stellen.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.06.2021 11:18
Rekultivierte Flächen für die Landwirte, Böschungen und Wasserflächen für regenerative Energie und ehemalige Werksgelände für Wohnungsbau und Gewerbe - so sieht die Idealvorstellung aus. Konkret soll auf den Flächen der ehemaligen Tagebaue möglichst viel Ackerland wieder hergestellt werden. Anschließend sollen diese Äcker und Felder zurück an die Landwirte gehen. Dazu verpflichtet sich der Energiekonzern RWE in einer gemeinsamen Erklärung mit der Landwirtschaftskammer und dem Rheinischen Landwirtschaftsverband. Außerdem will RWE dafür sorgen, dass die neuen Ackerflächen mit ausreichend Löss ausgestattet werden, damit die Bauern gute Anbau-Bedingungen bekommen. Für neue Baugebiete und Gewerbeflächen will der Energiekonzern vor allem freiwerdende Betriebsflächen und Werksgelände nutzen. RWE setzt nach eigenen Angaben auch auf regenerative Energie im Rheinischen Revier: so will das Unternehmen an den Böschungen der künftigen Seen oder Straßen Photovoltaik-Anlagen errichten. Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt "PV Hybrid Inden": dahinter steckt ein Solarpark und Batteriespeicher, den RWE 20 Jahre lang in der Mulde des Tagebaus Inden betreiben wird, bis das erste Wasser im Indesee plätschern wird. Bei der Planung und dem Bau von Windparks will RWE die Belange der Landwirte berücksichtigen.