
Rhein-Erft: Reviervertrag nach vorzeitigem Kohleausstieg?
Weil der Kohleausstieg 2030 jetzt beschlossene Sache ist, muss im Rheinischen Revier schnell gehandelt werden. - Dafür machen sich die Anrainerkommunen, wie etwa Bedburg, Elsdorf, Kerpen und Bergheim, und auch Landrat Frank Rock stark.
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.10.2022 14:14
Ihnen geht es vor allem darum, aus dem Rheinischen Revier eine Sonderplanungs- und eine Sonderwirtschaftszone zu machen. Denn dann könnten Planungen und Genehmigungen, sowie die Vergabe von Fördermittel deutlich beschleunigt werden. Das ist aus Sicht der Anrainerkommunen wie Elsdorf, Bedburg und Kerpen bitter nötig, um Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen sowie neue Unternehmen anzusiedeln. Und auch das Thema Versorgungssicherheit müsse eine große Rolle spielen, vor allem für die energieintensive Industrie. Die Betriebe müssten auch weiter wettbewerbsfähig bleiben und dürften nicht zusammen mit der Braunkohle abgewickelt werden, heißt es zum Beispiel von der Industrie- und Handelskammer. Die Anrainerkommunen fordern deshalb einen verbindlichen Reviervertrag, in dem die Zusagen von Bund und Land festgeschrieben werden.